Ungeachtet der für den Einzelfall statisch optimierten Berechnung verbleiben zwei grundsätzliche Ausführungen.
→ Das Vorstelldach auf Stützen. Grundsätzlicher Ausgangspunkt ist die stabile weil in sich stehende Konstruktion auf vier (oder mehr) Ständern, auf welchen die Rahmenkonstruktion des Dachs aufliegt. Bei seitlicher Verbreiterung oder frontaler Vertiefung erlaubt das System eine Vervielfältigung der Stützen. (Die Vermehrung mag sich dann im Sonderfall sogar zu weitgehend unabhängigen Eigenkonstruktionen ausweiten.) Umgelehrt kann bei fester Montage an der Aussenwand der Baute im sog. Anstelldach die Zahl der Stützen auf das vordere Paar reduziert werden.
→ Das Kragdach oder auch Pultdach erscheint als sich gleichsam frei (im Raum) ausdehnende Glasfläche. Hier ist die Verbindung mit der Mauer / Aussenwand (z. B. als Auflagevorrichtung) der entscheidende Ansatz. Der Vorsprung der Fläche bzw. der metallene Rahmen wird – unverrückbar! - entweder seitlich durch Konsolen unterhalb gestützt oder durch eine Hängevorrichtung oberhalb gehalten.
→ Die Fläche kommt in Grösse & Form – vom Rechteck bis zum Kreissegment – oder im Querschnitt - ob als flache, gefaltete oder gebogener Ebene – verschieden daher. Unterschiede gibt es ebenso in der Unterteilung ... die sogar vollkommen entfallen kann.
→ Der Rahmen mag wie ein rechteckiger Block aussehen oder aber eine offenere Form ansprechen, sowohl in der Wandung wie in der Zusammenstellung seiner Teile. Er kann schmal, hoch (und die Glasneigung verdeckend) oder breit oder dünn gehalten sein.
→ Die Stützvorrichtung: Die Form der Stützen ist ebenso in Profil und Oberfläche zu bestimmen wie in ihrer genauen Positionierung. Ihre Stellung definiert sich wesentlich aus dem Verhältnis zum Rahmen oder zu einem zusätzlich eingeführten Unterzug. Die Halterung variiert zwischen Drahtseilen oder Zugstangen. Auch die Form der Konsolen lässt sich unterschiedlich in Länge, Stärke und Geschlossenheit (anders gesagt filigraner oder geschlossener) ausführen.